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Pflanzenschutztagung 2018
3. November 2017

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Aktuelles

Neue Düngeverordnung ist in Kraft

Am 02. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten. Nachfolgend werden die Regelungen dargestellt, die ab sofort zu berücksichtigen sind.

N-Düngung nach der Getreideernte

Allgemein gilt bei der Herbstdüngung der zentrale Grundsatz, dass der Stickstoffdüngebedarf nachgewiesen und dokumentiert sein muss.

Neu ist, dass sich die Vorgaben zur Regelung der Düngung nach der Ernte auf alle Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff (N), d. h. auf alle Düngemittel mit einem Gesamtstickstoffgehalt von mehr als 1,5 % Gesamtstickstoff in der Trockenmasse beziehen. Somit unterliegen alle stickstoffhaltigen Düngemittel den Regelungen zur Herbstdüngung, so auch die mineralischen Stickstoffdünger, die nach der vorherigen Düngeverordnung von der Herbstregelung ausgenommen waren. Lediglich Kompost und Festmist von Huf- und Klauentieren sind von der neuen Regelung ausgenommen.

Nach den Vorgaben der Düngeverordnung gilt auf Ackerland ein Düngungsverbot für N-haltige Dünger ab der Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 31. Januar. Ein Stickstoffdüngebedarf muss nachgewiesen und dokumentiert sein.

Eine Stickstoffdüngung nach Mais, Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben, Feldgemüse und Leguminosen oder zur Förderung der Strohrotte ist grundsätzlich verboten.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf Ackerland im Sinne einer effizienten Nährstoffausnutzung nur sehr begrenzte Möglichkeiten zur Herbstdüngung bestehen.

Bei der mengenmäßigen Bemessung der N-Düngung zu Wintergerste nach Getreidevorfrüchten, zu Winterraps, Zwischenfrüchten und Feldfutter ist der N-Düngebedarf nachzuweisen und zu dokumentieren.

Die maximale Düngermenge ist im Rahmen einer entsprechenden Düngebedarfsermittlung zu ermitteln. Neu ist, dass die Düngebedarfsermittlung für jeden Schlag, bzw. für jede Bewirtschaftungseinheit aufzuzeichnen und nachzuweisen ist. Die Aufzeichnungspflichten zur Düngebedarfsermittlung werden von offizieller Seite erst zu einem späteren Zeitpunkt näher behandelt.

Gewässerabstandsregeln

Neu ist, dass zu oberirdischen Gewässern nun mindestens ein Abstand von 4 Metern (bisher 3 Meter) zwischen dem Rand der Streubreite und der Böschungsoberkante eingehalten werden muss. Dies gilt immer bei einer Breitverteilung von organischen Düngern und Mineraldüngern.

Wie bisher gilt, dass dieser Abstand auf mindestens einen Meter reduziert werden kann, wenn eine platzierte Ablage der Dünger (Schleppschlauch- und Schleppschuhsysteme, Injektionstechniken) oder eine Grenzstreueinrichtung genutzt wird. Es ist aber stets darauf zu achten, dass ein direkter Eintrag oder auch ein Abschwemmen von Nährstoffen in oberirdische Gewässer zwingend vermieden wird. Somit darf auf diesem Streifen kein Dünger liegen.

Nach wie vor gilt eine Sonderregelung bei Flächen mit Hanglage. Das sind solche Flächen, die innerhalb eines Abstandes von 20 Metern zur Böschungsoberkante von Gewässern eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens 10 % aufweisen (stark geneigte Flächen, auf denen eine ungleich höhere Abschwemmungsgefahr herrscht). Neu ist, dass hier der Bereich innerhalb von 5 Metern zur Böschungsoberkante (bisher 3 Meter) frei von Düngemitteln bleiben muss. Dieser Abstand darf auch nicht unterschritten werden, wenn eine platzierte Ablage unter Verwendung der vorgenannten Techniken erfolgt.

Für den Bereich zwischen 5 und 20 m gelten weitere Auflagen, die vom Bewuchs und vom Bewirtschaftungsverfahren abhängen. Darauf wird in einer der nächsten Ausgaben der Land und Forst eingegangen.

Bereits bei der Herbstaussaat müssen diese Abstände berücksichtigt werden.

Einarbeitung von organischen Düngern

Es sind wie bisher Gülle und flüssige Gärreste unverzüglich einzuarbeiten, aber auch feste Gärreste, Klärschlämme, Geflügelmist und –kot sind von der Einarbeitungspflicht betroffen, wenn die NH4-N Gehalte die 10%-Grenze überschreiten.

Die Einarbeitungspflicht gilt nicht für Mist von Huf- und Klauentieren (Rinder-, Schweine-, Pferdemist) sowie Kompost. Um eine höhere Düngewirkung zu erzielen und unnötige Verluste zu vermeiden, wird aber auch für diese organischen Dünger die unverzügliche Einarbeitung empfohlen.

Ab wann gilt die neue 170 kg N-Reglementierung?

Die erweiterte Anrechnung für alle organischen oder organisch-mineralischen Düngemittel auf die bekannte 170 kg N/ha-Grenze greift erst für die Düngejahre, die am 02.06.2017 oder später begonnen werden.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Verstöße gegen alle oben genannten Regelungen gemäß der Novelle der Düngeverordnung eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Zudem besteht, wie bisher, bei düngerechtlichen Verstößen die Cross Compliance Relevanz.